Wer pflanzt schon Barbiepuppen in Blumentöpfe?

Plastisches Arbeiten mit Materialien wie Ton, Beton und Alltagsgegenständen

Zielgruppe: Lehrkräfte der Primarstufe, auch fachfremd unterrichtende Lehrkräfte

Leitung: 
Susanne Wadle, freischaffende Künstlerin, Landau

Lehrgang 926845

18.03. - 20.03.2019

Montag - Mittwoch

Ziele

Die Teilnehmenden
- wenden Kenntnisse über Verfahren zur Herstellung plastischer und zweidi-mensionaler Objekte an
- wenden Kenntnisse der Präsentation und Inszenierung von Kunstwerken an
- stoßen künstlerische Prozessen im pädagogischen Alltag an und erproben sie

Programm

Inspiriert vom Garten als Ort des Rückzugs für Menschen, Tiere und Pflanzen, wer-den wir einen surrealen fantastischen künstlerischen Garten entwickeln.
Wir verwandeln durch Schneiden, Biegen, Flechten und Kaschieren Naturmaterialien wie Ruten der Kopfweide, Weinreben und flexiblen Bambus in Kunstpflanzen mit den unterschiedlichsten Blatt und Blütenformen und archaisch anmutende Flugobjekte.
Werkstoffe, die wir aus der Arte Povera kennen, wie Spelz, Stroh und Heu, werden formgebend in zum Teil selbstgemachte oder gefundene textile Hüllen aus flexiblen Stoffen eingebracht und bilden die Grundlage zu erzählerischen rätselhaften Soft Sculptures, die naturgemäß mit ihren haptischen und sensuellen Qualitäten zum Berühren, Erforschen und Spielen einladen.
Durch das Modellieren mit Ton und Lehm sowie das Plastizieren mit Gips und Beton (Ausgießen und Abformen – subtraktive und additive Verfahren) darf sich auf vielfältige Weise die Fauna des Gartens entwickeln.
Das Gestalten der Oberflächen beim Modellieren sowie die Annäherung an die richtige Proportionen bietet Raum für kreative Auseinandersetzung und kollegialen Austausch .Das Kennenlernen der Werkstoffe, ihrer spezifischen Eigenschaften und Möglichkeiten steht dabei im Vordergrund.
Vermeintlich wertlose mitgebrachte Fundstücke und Recyclingmaterialien betrachten wir in Hinblick auf ihre Formqualitäten und leiten durch Montage und Neukombination eine Transformation ein die in überraschende künstlerische Ergebnisse mündet. Veränderung der Größenverhältnisse sowie Form und Farbe lässt bisher Vertrautes in neuem Licht erscheinen und beflügelt die Fantasie.
Der Garten versteht sich als lebendiges Baukastensystem aus Objekten, Skulpturen und Bildern sowie perfomativen Handlungen, dessen Bestandteile immer wieder neu kombiniert und erweitert werden können, sodass bei jeder neuen Präsentation (z. B.in Zusammenhang mit einem szenischen Spiel, Musik oder Tanz) andere Ansichten und auch Interpretationen möglich werden.

Hinweis

Bitte bringen Sie geeignete Atelierkleidung und Schuhe (Indoor/Outdoor) und, falls vorhanden, eine Yogamatte mit.
Sammeln sie Materialien wie Verpackungen, Textilien sowie alte Gebrauchsgegenstände und bringen Sie eine kleine Auswahl davon mit, gerne auch Ihre Nähmaschine.
Packen Sie etwas für die fotografische Dokumentation ein (Smartphone oder Kamera).
Bringen sie ein kleines Buch für Aufzeichnungen und Notizen mit, eine Art „carnet de voyage", um Momente Ihrer künstlerischen Entdeckungsreise auch zu verschriftlichen oder zeichnerisch festzuhalten.