Mischen. Künstlerische Bildung in inklusiven Settings

Von hochbegabt bis Förderbedarf geistige Entwicklung - Subjektorientierter Kunstunterricht in heterogenen Lerngruppen

Zielgruppe: Lehrerkräfte der Primarstufe, der Sekundarstufe 1 und der Sonderpädagogik, die das Fach Kunst in heterogenen Lerngruppen unterrichten

Leitung: 
StR'in Anna Frahm, Leonberg
StR Viktor Erhardt, Markgröningen

Lehrgang 926848

01.04. - 03.04.2019

Montag - Mittwoch

Ziele

Die Teilnehmenden
- werden in das subjektorientierte kunstpädagogische Konzept der Künstlerischen Bildung eingeführt
- erproben und reflektieren Methoden innerer Differenzierung im Kunstunterricht
- sammeln eigene Erfahrungen und Erkenntnisse zum prozessorientierten Arbeiten in heterogenen Lerngruppen, die Ausgangspunkte für die Entwicklung schulischer Unterrichtsszenarien bieten

Programm

Die Herausforderungen, in zunehmend heterogenen Klassen jedem Kind, jedem Jugendlichen gerecht zu werden, vielfältige Bildungsräume zu eröffnen und individuelle Wege zu begleiten, wachsen auch im Kunstunterricht stetig. Mit dem Titel „Mischen" ist also nicht primär das Mischen von Farbe gemeint, vielmehr steht das gemeinsame künstlerische Arbeiten in gemischten, inklusiven Gruppen im Fokus dieser Fortbildung. Folgende Fragen werden in der Fortbildung reflektiert: Welche didaktischen und methodischen Überlegungen müssen beim künstlerischen Arbeiten in heterogenen Lerngruppen angestellt werden? Wie muss ein Anfang gestaltet sein, damit jeder und jede etwas anfangen kann? Wie können gemeinsame Anfänge in eigene individuelle Gestaltungsprozesse überführt und sinnvoll begleitet werden? Welche „Hilfestellungen" und Strategien bietet die Kunst selbst?
In der Fortbildung werden Aspekte zum künstlerischen Arbeiten in inklusiven Settings in zweifacher Hinsicht thematisiert: Zum einen werden verschiedene künstlerische Übungen, Spielformen und Impulssetzungen praktisch erprobt, die Ausgangspunkte und Anstöße für selbstbestimmte künstlerische Gestaltungsprozesse sein werden. Die vornehmlich experimentell-offene Arbeitssituation soll interessengeleitete Auseinandersetzungen mit Materialien, dem Selbst und dem Fremden ermöglichen und spielerisch neue Ideen, Denk- und Handlungsräume eröffnen. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Methoden der inneren Differenzierung und Möglichkeiten der individuellen Prozessbegleitung im Kunstunterricht kennen.
Zum anderen erleben die Teilnehmenden sich als Teil einer heterogenen Gruppe, sammeln Erfahrungen im gemeinsamen Schaffen, das von Offenheit, Individualisierung und Unvorhersehbarkeit geprägt sein wird.
Ausgehend von diesen eigenen Erfahrungen in subjektorientierten künstlerischen Prozessen sollen methodische und didaktische Überlegungen zu einem inklusiven, zieldifferenten Kunstunterricht angestellt werden.

Hinweis

Bitte mitbringen: Digitalkamera, Stativ (wenn vorhanden), Verbindungska-bel/Kartenleser, bewegungsfreundliche Kleidung und Schuhe, Verkleidungen, Maske, Kostüme und/oder verschiedenste Requisiten, Lichtquelle.