Beton, Gips und Wachs im Kunstunterricht

Lehrgang YJ5GR (alte LG-Nr.: 928279)

Veranstaltungsdatum: 13.01. - 15.01.2020

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten

Leitung: 
Susanne Wadle

Montag - Mittwoch

Ziele

Die Teilenehmenden lernen die Materialien Beton, Gips und Wachs sowie ihre spezifischen Eigenschaften kennen und setzen sich mit den Möglichkeiten des Einsatzes im Kunstunterricht und in außerunterrichtlichen Arbeitsfeldern auseinander.

Programm

Beton lässt sich auf vielfältige Weise für künstlerische Vorhaben und Projekte einsetzen. Warum nicht einmal einen Entwurf für ein Projekt auf Schulgelände oder Spielplatz gemeinsam modellhaft entwickeln? Welche neuen Erfahrungen könnten Schülerinnen, Schüler und Erwachsene gleichermaßen durch das Kunstwerks sammeln?
Welche Möglichkeiten der Umsetzung bieten sich?
Das modellierende Aufbauen der Betonmasse über einem Gerüst aus Draht und Eisen/Holz sowie das Gießen von Beton werden in diesem Kurs praktisch vermittelt. Beide Techniken erproben die Teilnehmenden an eigenen Werkstücken durch praktische Umsetzung.


Ein Betonmantel eignet sich auch gut als Träger für ein mit Fliesenkleber aufgetragenes Mosaik, dabei lassen sich Fundstücke gleichermaßen wie Fliesen und Steine einarbeiten. Exemplarisch wird auch das Einfärben von Beton mit unterschiedlichen Pigmenten demonstriert.
Präsentationen ausgewählter Beispiele zeitgenössischer bildhauerischer Positionen ergänzen die ästhetische Praxis.
Gips lässt sich leicht und auf unterschiedliche Weise bearbeiten und bietet eine Fülle von Möglichkeiten in der Verwendung im Unterricht. Gegossene Kuben und Quader kann man hervorragend im abtragenden Verfahren gestalten und sogar schnitzen.
Die Teilnehmer entwickeln eine eigene Tonplastik oder ein Relief und erstellen dar-aus eine Negativform. Durch mehrfaches Ausgießen mit Gips oder Wachs wird die Ausgangsform vervielfältigt und kann unterschiedlich seriell und koloristisch bearbeitet werden.
Die Teilnehmer konstruieren grobe Formen durch Verschweißen von Metallstäben. Diese Metallarmierungen werden mit volumengebendem Material, z.B. Wolle oder Watte, umwickelt. Um den vorgeformten Körper werden Gipslagen oder mit Gips ge-tränkte Gaze oder Jute aufgezogen. Die Oberfläche der Plastik wird abschließend mit verschiedenen Werkzeugen egalisiert.

 

Susanne Wadle, freischaffende Künstlerin, betreibt seit 2003 ein Atelier mit naturnahem Waldgarten in Landau in der Pfalz. Dort entstanden viele ihrer phantasievollen, außergewöhnlichen Werke, die sich in öffentlichen und privaten Sammlungen befinden. Seit 2002 ist sie in Schloss Rotenfels tätig.