Landesprogramm Kulturschule Baden-Württemberg: Best Practice-Beispiele

Lehrgang 9X672

Veranstaltungsdatum: 29.02.2024

Zielgruppe: Zielgruppe sind Lehrkräfte, Kulturbeauftragte, Kulturteams und Schulleitungen einer Kulturschule sowie Lehrkräfte von Schulen in der Förderlinie „Lernen mit den Künsten“.

Leitung: Silke Meister, Dr. Ilke Heller

Donnerstag

Programm

„ZEICHEN SETZEN – ETHIK TRIFFT DESIGN":

In dieser Fortbildung wird das Konzept des gleichnamigen Design- und Werteworkshops für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen zur eigenen Umsetzung an der Schule vorgestellt. Die Fortbildung richtet sich an Lehrende der Fächer Ethik, Philosophie, Religion, Gemeinschaftskunde und Kunst sowie an alle Lehrende, welche die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren kreativ unterstützen wollen.
Die Teilnehmenden werden mit der unterrichtsbegleitenden Handreichung des Konzepts ZEICHEN SETZEN vertraut gemacht und durchlaufen selbst praktisch - in verkürzter Version - den Prozess der Selbstreflexion und der gestalterischen Darstellung persönlicher Werte. Im Anschluss steht die digitale Handreichung den Teilnehmenden für den Einsatz im Unterricht zur freien Verfügung.

Workshopkonzept:
In dem Designprojekt ZEICHEN SETZEN untersuchen die Teilnehmenden kulturprägende Symbole und Zeichen unserer Zeit, entschlüsseln deren Botschaften und setzen sich mit den eigenen Wertevorstellungen auseinander. Die kreative und praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Ethik ermöglicht einen sehr persönlichen, inhaltsreichen sowie aktiven Prozess, der sowohl den Blick in die individuelle und kulturelle Zukunft richtet als auch die eigene Prägung neu reflektieren lässt. Auf theoretischen Grundlagen aufbauend, widmen sich die Teilnehmenden der visuell-ästhetischen Gestaltung ihrer persönlichen Botschaft: Sie entdecken, definieren und priorisieren individuelle Bedürfnisse und entwickeln Symbole für ihre eigenen Werte. Die persönlichen Botschaften werden anschließend als Zeichen auf Materialträger, wie beispielsweise auf ein T-Shirt oder eine Karte, übertragen. Alternativ kann das Zeichen auch mit einem 3D-Drucker oder Lasercutter ausgedruckt werden. Im Rahmen der Fortbildung wird das Zeichen auf eine Karte übertragen. Das Material wird bereitgestellt.

„Design Thinking in der Schule":

In dieser interaktiven Fortbildung lernen die Teilnehmenden die Potenziale von Design Thinking im Unterricht kennen. Der agile Innovationsansatz eignet sich, um mehr Partizipation der Schülerinnen und Schüler in der Gestaltung ihres Schulalltags sowie in der Vermittlung von Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Teamwork, Problemlösefähigkeit und Kommunikation zu fördern.

Nach einem kurzen theoretischen Impuls zu Design Thinking und dem Vorstellen verschiedener Beispiele und Projekte, wie der Ansatz in der Schule und im Unterricht bereits eingesetzt wird, werden die Teilnehmenden eine aktive Übung zur Methodik durchführen. Sie werden in Kleingruppen an einer echten Challenge den Ansatz erleben.

Zuletzt werden wir in einer gemeinsamen Reflexion Ihre Überlegungen zu Einsatzpotenzialen diskutieren.

 

Ziele

„Zeichen setzen – Ethik trifft Design":

Die Lehrkräfte erfahren und lernen:

  • kreative und praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Ethik
  • Verdeutlichung der Einflussnahmen von grafischen Zeichen und Symbolen, bzw. Marken auf junge Generationen
  • praxiserprobte Vermittlungsansätze von neuen Zugangswegen zwischen verschiedenen Weltanschauungen und Akzeptanz von Andersartigkeit
  • Anleitung von ästhetischen Gestaltungsprozessen zur Konkretisierung abstrakter Inhalte in grafischen Arbeiten
  • moderierter Austausch und Reflexion mit anderen Lehrkräften

„Design Thinking in der Schule":

Die Lehrkräfte erfahren und lernen:

  • den menschenzentrierten Innovationsansatz Design Thinking theoretisch kennen
  • Praxisbeispiele und Einsatzszenarien in verschiedenen Fächern kennen
  • erproben das Vorgehen in einer praktischen Übung
  • reflektieren eigene Einsatzpotenziale in ihrem Unterricht mit den Teilnehmenden

Zeitlicher Gesamtaufwand: 7 Stunden

Silke Meister, Dipl.-Industriedesignerin, nutzt einen integrativen Ansatz, der den Designprozess als Instrument zur Förderung verschiedener Kompetenzen und Denkweisen begreift. Die letzten acht Jahre war Silke Meister in der prozessbegleitenden Konzeptentwicklung für die Stiftung Deutsches Design Museum tätig mit den Zielen, vernetztes Denken zu fördern, Lernen begreifbar zu machen und Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen.

 

Dr. Ilke Heller ist Gründerin und Geschäftsführerin der Stell dir vor gGmbH.
Sie ist promovierte Mediendidaktikerin, Design Thinking Coach und Facilitatorin für die LEGO® SERIOUS PLAY® Methode

In ihrer Initiative KIDS REVOLUTION bietet sie Kindern und Jugendlichen Innovations- und Beteiligungsformate, in denen sie ihre Kreativität entfalten, ihre eigenen Ideen verwirklichen und positive Veränderungen in ihrer Gemeinschaft bewirken. Durch die nutzerzentrierte Arbeit nach dem Design Thinking Ansatz fördern die Formate der Kids Revolution Zukunftskompetenzen wie Teamarbeit, Empathie und Kreativität.

Hinweis

Informationen über die Barrierefreiheit erfragen Sie bitte bei der jeweiligen Veranstaltungsleitung. Es ist Aufgabe der Schulleitung, den teilnehmenden Lehrkräften ausreichend Zeit für Mittagspause und Anfahrt zu ermöglichen.