Mal ganz anders!

oder: Wie kann man literarische Texte im normalen Schulalltag in Szene setzen?

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten, die Fremdsprachen unterrichten

Leitung: 
Constanze Fuhrmann, Multiplikatorin für Schultheater

 

Lehrgang 926211

10.10. - 12.10.2018

Mittwoch - Freitag

Ziele

Die Teilnehmenden
- kennen grundlegende theaterpädagogische Arbeitsweisen und ausgewählte Übungen, mit deren Hilfe sie ihren Unterricht praxisbezogen bereichern können
- kennen Fachbegriffe und Arbeitsanweisungen, mit denen sie das Erlernte im Unterricht weitergeben und anleiten können
- sie können alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse in diese Arbeit integrieren
- können Texte und Dialoge szenisch umsetzen und mit ihren Schülerinnen und Schülern szenische Präsentationen bis hin zu einer kleinen, auch zum Beispiel französischsprachigen Aufführung realisieren

 

Programm

Theaterpädagogische Arbeitsweisen trainieren sprachliche und nichtsprachliche Kommunikationsfähigkeit, das Sprechen wird eingebettet in den Kontext allgemeinen sozialen Handelns. So werden wesentliche Kompetenzen auch für den Umgang mit der Fremdsprache geschaffen.
Durch die Verbindung der Fremdsprache mit Emotion, Interaktion und Körpersprache kommt theaterpädagogischen Arbeitsweisen und Techniken eine stark motivierende Bedeutung zu, szenisches Spiel wird zum Vehikel der Sprachaneignung.
Aus spiel- und theaterpraktischen Übungen wird ein reichhaltiges Repertoire an Sprech- und Schreibanlässen gewonnen.
Praktische Schwerpunkte: Neben grundlegenden Übungen und Improvisationen aus dem theaterpädagogischen Repertoire und kleineren narrativen und dramatischen Texten zum Beispiel der französischen Literatur (Albert Camus „L'hôte") wird der Schwerpunkt der szenischen Arbeit liegen.
Theaterpädagogische Arbeitsweisen bieten den Schülerinnen und Schülern einen affektiven Zugang zum Text – egal, ob Gedicht, Prosa oder Drama. Sie ermöglichen ihnen, in einen Text einzusteigen, den Inhalt als Handelnde zu erleben und zu deuten, die Emotionen zu erfassen und diese sprachlich, körperlich und mimisch wiederzugeben. Dieses Handeln und Spielen, die Interaktion, sowohl in der Gruppe als auch zwischen der Gruppe und den Zuschauern, sind stark motivierend, um sich mit einem Text auseinanderzusetzen.
Die Teilnehmenden erproben selbst anhand ausgewählter Textbeispiele verschiedene Mittel der szenischen Umsetzung. Neben der eigenen Erfahrung, Kreativität und Freude am Spiel steht besonders auch die Frage nach der Herangehensweise, dem Aufbau und der Anleitung im Berufsalltag im Vordergrund. Die Teilnehmenden probieren in diesem Workshop das aus, was sie ihrem Schülern später im Klassenraum bieten möchten.