Theaterpädagogik im Unterricht

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten

Leitung: 
Otto Seitz, Diplompädagoge für Spiel und Theater, Staatsexamen in Theologie und Physik, Hauptschullehrer, 

 

Otto Seitz, Diplompädagoge für Spiel und Theater, Diplomtheologe, Staatsexamen in Theologie und Physik, Hauptschullehrer, 25 Jahre im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Theaterpädagogik BW

Lehrgang 926217

24.10. - 26.10.2018

Mittwoch - Freitag

Ziele

Die Teilnehmenden
- lernen das methodische Handwerk der Theaterpädagogik kennen
- kennen Übungen und Spiele, wie durch theaterpädagogisches Training, Körper und Geist aktiviert werden
- kennen praktische Umsetzungsbeispiele mit den Methoden der Theaterpäda-gogik aus dem Unterricht (Religion, Deutsch, Geschichte und naturwissenschaftliche Fächer)

 

Programm

Theaterpädagogisches Lernen ist ein ganzheitliches Lernen, d.h. der Mental-, der Emotional- und der Vitalbereich des Menschen sind gemeinsam am Lernprozess beteiligt. Lernen mit dem ganzen Körper und mit allen Sinnen ist ein sinnvolles Lernen. Deshalb geht es im theaterpädagogischen Training darum, Blockaden zwischen den drei Bereichen zu lösen, Körper und Geist zu aktivieren durch Lockerung (psychisch/physisch), Atmung, Sensibilisierung und durch Übungen zur Zentrierung und Phantasie.
Theaterpädagogisches Lernen ist Erfahrungslernen. Nach dem sog. „5-Phasen-Modell" in Anlehnung an Ingo Scheller und Markus Kosuch (Szenische Interpretation) wird im ersten Schritt durch ein „Warming Up" der Erfahrungsraum geöffnet. Im zweiten Schritt fühlen sich die Teilnehmenden in eine Rolle ein und haben „Rollenschutz". Im dritten Schritt improvisieren und präsentieren die Teilnehmenden ihre Rollen im szenischen Spiel. Der vierte Schritt ist die „Ausfühlung", das Verlassen der Rolle, und im fünften Schritt werden die Erlebnisse des szenischen Spiels reflektiert und zu Erfahrungen verarbeitet. Erlebnisse hat man. Erfahrungen macht man.
Theaterpädagogisches Lernen ist bildhaftes und handlungsorientiertes Lernen. Durch eigenes Tun und „Denkmalbau" entstehen Körperbilder.
In den zweieinhalb Tagen werden wir unterschiedliche Zugänge und Modelle aus dem Fächerkanon der Schulen ausprobieren. Wir könnten z.B. einen Stromkreis oder die Funktionsweise einer Nervenzelle spielerisch darstellen, wir könnten spielerische Zugänge zum Spracherwerb ausprobieren (Deutsch durch Theater) und/oder Themen aus dem Religions- und Geschichtsunterricht im Theaterspiel improvisieren.

 

Hinweis

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber Lust auf Neues sollte da sein.
Bitte lockere Kleider und rutschfeste Socken mitbringen. Falls vorhanden, bitte einen Laptop/Mobiltelefon mitbringen, um beim szenischen Gestalten aktuelle Infos einzuholen.