Einführung in die Figurenarbeit

Emotion als Baustein der Rollenentwicklung

Lehrgang JXKLM

Veranstaltungsdatum: 14.12. - 16.12.2020

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten ab Klasse 8

Leitung: 
Sebastian Gühne

Montag - Mittwoch

Programm

Ob Regieprofi, Theaterpädagoge oder engagierte Leiterin einer Schultheater AG – alle kennen das Gefühl, dass eine Szene plötzlich nicht mehr funktioniert. Was tun? Raus-schmeißen, kürzen oder neu anlegen? Welche Hebel stehen einem Theaterleiter zur Verfügung?
Die Fortbildung thematisiert die Möglichkeiten der Figurenarbeit über Emotionen mit Schülerinnen und Schülern als Ansatz der Stück- und Szeneninterpretation. Die Methode, der die Schauspieltheorie von Stanislawksi zu Grunde liegt, ist speziell auf das Schultheater zugeschnitten. Dabei werden zwei grundlegende Fragen in den Mittelpunkt gerückt: Was ist die Emotion der Figur? Kennst du diese Emotion oder kannst du sie nachvollziehen?



Die Teilnehmenden werden in einem ersten Schritt an diesen Ansatz herangeführt. Vor der szenischen Arbeit stehen dafür mehrere Übungen zur Verfügung. Diese Übungen, die anschließend reflektiert und besprochen werden, können sowohl als Rollentraining, als auch in der Interpretationsarbeit eingesetzt werden. Bei der Nachbesprechung werden die Chancen und Risiken der Übungen besprochen.
Im Anschluss wird die Technik der Rollenarbeit eingeführt und dann von den Teilnehmenden in kleinen Gruppen mit kurzen Dialogtexten ausprobiert.
Hierbei soll deutlich werden, wie sich die Beschäftigung mit Emotionen auf die Entwicklung der Rolle und schließlich die ganze Szene auswirkt.
Die Fortbildung endet mit der Reflexion eigener Erfahrungen während der Fortbildung. Darüber hinaus können anhand von konkreten Beispielen aus der Schule Möglichkeiten, aber auch Grenzen der erlernten Methode besprochen werden. Nicht zuletzt wird thematisiert, welche Rolle diese Form der Theaterarbeit auch für die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern haben kann.

 

Ziele

Die Teilnehmenden
- kennen die Möglichkeiten, aber auch die Risiken, bei der Figurenentwicklung durch Emotionen mit Schülern und Schülerinnen
- können die Technik auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrung reflektieren und anwenden
- haben für sich einen variablen Stufenplan auf einer Vorlage des Leiters entwickelt, mit dem sie sofort mit den Schülern arbeiten können.

Sebastian Gühne, Lehrbeauftragter für szenisches Spiel an der Hochschule für Musik in Mainz, Regisseur und Theatertrainer

Hinweis

Die Teilnehmenden werden gebeten, Kleidung mitzubringen, die maximale Bewegungs-freiheit ermöglicht, und bequeme Schuhe zu tragen. Die Bearbeitung des vorab versendeten Dialogs wird vorausgesetzt.