Literatur und Theater unterrichten

Vom Text zur Inszenierung

Lehrgang 6EGNE

Veranstaltungsdatum: 07.02. - 09.02.2022

Zielgruppe: Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Schulen, die das Fach Literatur und Theater unterrichten

Leitung: 
Michael Polty
Peter Rauls

Montag - Mittwoch

Programm

Der Text ist im Theater eines von vielen Mitteln zur Darstellung eines komplexen Bühnenvorgangs. Der Bildungsplan geht dabei von einem erweiterten Textbegriff aus, der neben klassischen Texten der dramatischen Literatur auch Texte der literarischen Gattungen Epik, Lyrik sowie Sach- und Gebrauchstexte, ja sogar diskontinuierliche Texte wie Anzeigen, Grafiken, Bilder umfasst.
Pointiert gesprochen, könnte man sagen: Jeder Text ist inszenierbar. Man muss nur ein Konzept dafür haben.
Wie man Konzepte, Rahmen oder Querverbindungen von Texten herstellen und mit Inszenierungsideen füllen kann, soll in dieser Fortbildung praktisch erarbeitet und erprobt werden.



Die Teilnehmenden arbeiten praktisch auf der Basis verschiedener Vorgaben, die zwar alle auf Text beruhen, diesen aber nicht als das alleinige Mittel verstehen. Szenisches Material wird entworfen, reflektiert und weiterentwickelt, indem grundlegende Kompositionsprinzipien und gezielte Improvisationsaufgaben genutzt werden, um vorhandenes Potenzial zu verstärken und Raum für neue Wege zu schaffen.
Die gewählten Methoden dienen als Muster oder Paradigmen für den Unterricht, um mit Schülerinnen und Schülern eigene Inszenierungen zu entwickeln, die Texte als narrativen Impulse nutzen, aus denen vielfältige und dennoch textgemäße Inszenierungen hervorgehen. So wird der originäre Literaturzugang des Faches Literatur und Theater deutlich.

 

Ziele

Die Teilnehmenden

  • kennen theatralische Gestaltungsmittel
  • können diese im Spiel anwenden und deren Wirkung beschreiben
  • sind in der Lage, Texte aller Art als Impuls oder Rahmen für die szenische Gestaltung zu erschließen
  • können auf der Basis unterschiedlicher Texte verschiedene Inszenierungskonzepte entwickeln und diese begründen
  • sind in der Lage, szenisches Material zu entwerfen und im Hinblick auf das Inszenierungskonzept zu reflektieren
  • überblicken die Möglichkeiten, spielpraktische Aufgaben für Schülerinnen und Schüler zu erstellen und anzuleiten

Zeitlicher Gesamtaufwand: 18 Stunden.

 


Peter Rauls, Studiendirektor, Fachberater, Ansprechperson für Literatur und Theater am ZSL, Regionalstelle Freiburg


Michael Polty, Studiendirektor, Fachberater, Theatermultiplikator ZSL, Regionalstelle Karlsruhe

 

Hinweis

Die Teilnehmenden werden gebeten, bewegungsfreundliche Kleidung, Schuhe oder Socken mit rutschfester Sohle und eine Decke mitzubringen.

Informationen über die Barrierefreiheit erfragen Sie bitte bei der jeweiligen Veranstaltungsleitung.