Konflikte in Szene setzen! - Forumtheater nach Augusto Boal

Lehrgang NJ9N8

Veranstaltungsdatum: 18.01. - 19.01.2023

Zielgruppe: Zielgruppe sind Lehrkräfte aller Schularten und Klassen.

Leitung: 
Christiane Daubenberger
Marco Graša

Mittwoch - Donnerstag

Programm

Die Fortbildung bietet spielpraktische Einblicke in die Methode des „Forumtheaters" als Grundlage des Sozialkompetenztrainings „GRENZkontROLLE" für Schülerinnen und Schüler.
Das „Forumtheater" nach Augusto Boal ist eine zentrale Methode des „Theater der Unterdrückten". Dabei handelt es sich um ein interaktives Modell, das die szenische Konfliktbewältigung zum Ziel hat und realitätsnahe Situationen spielerisch erlebbar macht. Die Erarbeitung der sogenannten „Antimodellszene" kann zum Mittelpunkt einer sensiblen und demokratischen Theaterarbeit werden.



Auch das speziell für den schulischen Kontext entworfene Sozialkompetenztraining „GRENZkontROLLE" gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit – ganz im Sinne Boals - ihre alltäglichen Konflikte im geschützten Raum des theaterpädagogischen Settings neu zu erleben. Dabei dürfen Handlungsoptionen erprobt und erfahren werden. Die leitende Frage ist dabei: „Wie wäre es für dich, wenn du in deinem Alltag Konflikten offen und konstruktiv begegnen könntest, wenn du sie sogar selbstständig lösen oder ganz vermeiden könntest?"
Die Teilnehmenden lernen die Methoden im spielpraktischen Tun kennen und wenden sie in szenischen Übungen an.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • kennen die Methode "Forumtheater" und deren Verortung im "Theater der Unterdrückten"
  • können eine "Antimodellszene" erarbeiten
  • haben die Konzeption einer Forumtheaterveranstaltung kennengelernt und können diese im Konzept GRENZkontROLLE für die schulische Arbeit nutzbar machen
  • kennen die Methode Forumtheater und deren Anwendung im Konzept GRENZkontROLLE
  • haben spielerische und anleitende Fähigkeiten entwickelt
  • sind in der Lage, Komponenten der Methode in ihr eigenes schulisches Umfeld zu transferieren

 


Christiane Daubenberger
ist Theatermultiplikatorin am ZSL Mannheim, Theaterpädagogin BuT® und Ge-schäftsführerin der Theater- und Spielberatung Baden-Württemberg e. V. In ihrer Hochschultätigkeit im Studiengang „Theaterpädagogik" leitete sie sieben Jahre lang das Forumtheaterprojekt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.


Marco Graša
ist Theaterlehrer und Theatermultiplikator des ZSL Schwäbisch Gmünd und Theaterpädagoge BuT®. Er leitet seit elf Jahren die TheaterAG des Werkgymnasiums und hat an seiner Schule zusammen mit der Schulsozialarbeit das Konzept GRENZkontROLLE entwickelt, das alle fünften und sechsten Klassen regelmäßig erleben.

 

Hinweis

Die Teilnehmenden werden gebeten, bewegungsbequeme Kleidung, sowie Stift und Papier für eigene Notizen mitzubringen.