Auf spielerische Weise zu Skulptur und Objekt

Arbeiten mit Gips, Beton und Ton

Zielgruppe: Geeignet für Schülerinnen und Schüler aller Schularten

Programm

Durch Abformen einfacher Gegenstände werden Silikonformen hergestellt, die ausgegossen und als Positivform im seriellen Prinzip beliebig oft vervielfältigt und verändert werden können, zum Beispiel durch Ausgießen mit Gips.
Gesammelte Verpackungsmaterialien, wie z. B. von elektronischen Geräten oder bewegliche Schalungen, werden auf experimentelle Weise künstlerisch erforscht und in Positivformen umgewandelt.
Das modellierende Auftragen von Beton über einer eigenen Form aus Maschendraht, mit und ohne Untergerüst, sowie die variantenreiche Behandlung der Oberfläche unterstützen bei der Formfindung und der Umsetzung die eigenen kreativen Ideen. Einzigartige Skulpturen und Objekte entstehen auf spielerische Weise.

Am ersten Tag geht es um das Kennenlernen und die Möglichkeiten der unterschiedlichen Materialien und ihrer Beschaffenheit. Um die Fantasie zu beflügeln, werden mitgebrachte Beispiele besprochen. Im Mittelpunkt dieses Schüler-Workshops stehen das Entdecken des eigenen kreativen Potentials und das der Materialien sowie die Freude am Gestalten.
Der zweite Tag ist der Arbeitstag, an dem experimentiert und erprobt wird. Gemein-sames Finden von Lösungen und neuen Wegen ist gewünscht.
Am letzten Tag werden die Werke zur Vollendung gebracht und in einer kleinen Ausstellung präsentiert.

Neben ihren Kunstwerken nehmen die Schülerinnen und Schüler die Erkenntnis mit, dass die Umsetzung der eigenen Idee nicht immer dem fertigen Kunstwerk entsprechen muss, und, dass manchmal eine Lösung, die aus der Gruppe heraus gefunden wurde, die Beste sein kann.

Die Materialkosten belaufen sich pro Schüler in etwa auf 15,00 Euro.


Leitung: Susanne Wadle

Susanne Wadle hat an den Akademien in Mainz, Dijon (Frankreich) und in Karlsruhe studiert, wo sie auch Meisterschülerin war. Sie ist freischaffende Künstlerin und ihr facettenreiches Werk umfasst Objektkunst, Plastik , Installation, Zeichnung, koloristische Zeichnung, Aktionskunst und Performance.
Für Kinder und Jugendliche konzipiert sie spannende ganzheitlich angelegte partizipative Kunstprojekte, so zuletzt (für die Karl Schlecht Stiftung und den Innovationsfond Zukunft der Jugend) an der Montessori-Schule Stuttgart. Ein farbiger Zaun zum Thema "cycles of life" entstand an der Frankfurt International School oder eine Wandgestaltung zum Thema Wasser/Klimawandel im Rahmen der Kulturtage Südliche Weinstraße.
Ihre Plastiken sind auch im öffentlichen Raum zu sehen: Figuren für den Gebrüder Grimm-Märchenweg Dörrenbach/Pfalz, oder den Drachengarten Schweigen, eine Spielplatzgestaltung mit Jan Tepel. Für ihre Werke hat sie mehrere Förderungen und den Zonta-Preis Ludwigshafen 2010 erhalten.
Susanne Wadle betreibt seit 2003 ein Atelier mit naturnahem Waldgarten in Landau in der Pfalz. Dort entstehen viele ihrer phantasievollen außergewöhnlichen Werke, die sie auch in Ausstellungen wie 2019 im Kahnweiler-Haus Rockenhausen präsentiert. Ihre Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen wie der Landesbank Baden-Württemberg, dem Mittelrhein-Museum Koblenz, dem Kulturamt Landau, Kulturamt Mainz.
Sie führt seit 2002 Workshops wie "Die Reise geht weiter" und Fortbildungen in Schloss Rotenfels durch.