Natur. Licht. Skulptur.

Leuchtende Skulpturen aus Naturmaterialien bauen

Zielgruppe: Geeignet für Schülerinnen und Schüler aller Schularten der Klassen 4 bis 10

Programm

Aus Naturmaterialien, wie biegsamen Weidenruten in Kombination mit asiatischen Bambusstäben und dickem Draht, wird eine stabile Unterkonstruktion für das spätere Leuchtobjekt entworfen und gebaut. Diese individuellen architektonischen Gebilde in unterschiedlichen Größen werden nun teilweise bespannt und mit lichtdurchlässigem Papier und Kleister kaschiert, so dass semitransparente Flächen entstehen. Beim Kaschieren entstehen durch die Einarbeitung von pflanzlichen Materialien, wie Blättern oder Blüten, interessante und spannende grafische Effekte.
Dabei soll dem Rhythmus von Positiv- und Negativraum sowie dem Verhältnis von Fläche zu Linie besondere Beachtung geschenkt werden. Nach dem Trocknen erfolgt abschließend die Montage einer Lichtquelle, so dass die Skulpturen auch bei Dunkelheit faszinieren.
In der Schule oder einem anderen Ort der Präsentation installiert, erlebt der Betrachter im Zusammenspiel der einzelnen Objekte eine leuchtende, skulpturale, facetten-reiche Landschaft.

Am ersten Tag geht es um das Kennenlernen und die Möglichkeiten der unterschiedlichen Materialien und ihrer Beschaffenheit. Um die Fantasie zu beflügeln, werden mitgebrachte Beispiele besprochen. Im Mittelpunkt dieses Schüler-Workshops stehen das Entdecken des eigenen kreativen Potentials und das der Materialien sowie die Freude am Gestalten.
Der zweite Tag ist der Arbeitstag, an dem experimentiert und erprobt wird. Gemeinsames Finden von Lösungen und neuen Wegen ist gewünscht.
Am letzten Tag werden die Werke zur Vollendung gebracht und in einer kleinen Ausstellung präsentiert.

Neben ihren Kunstwerken nehmen die Schülerinnen und Schüler die Erkenntnis mit, dass die Umsetzung der eigenen Idee nicht immer dem fertigen Kunstwerk entsprechen muss und dass manchmal eine Lösung, die aus der Gruppe heraus gefunden wurde, die Beste sein kann.

Die Materialkosten belaufen sich pro Schüler in etwa auf 15,00 Euro.


Leitung: Susanne Wadle

Susanne Wadle hat an den Akademien in Mainz, Dijon (Frankreich) und in Karlsruhe studiert, wo sie auch Meisterschülerin war. Sie ist freischaffende Künstlerin und ihr facettenreiches Werk umfasst Objektkunst, Plastik , Installation, Zeichnung, koloristische Zeichnung, Aktionskunst und Performance.
Für Kinder und Jugendliche konzipiert sie spannende ganzheitlich angelegte partizipative Kunstprojekte, so zuletzt (für die Karl Schlecht Stiftung und den Innovationsfond Zukunft der Jugend) an der Montessori-Schule Stuttgart. Ein farbiger Zaun zum Thema "cycles of life" entstand an der Frankfurt International School oder eine Wandgestaltung zum Thema Wasser/Klimawandel im Rahmen der Kulturtage Südliche Weinstraße.
Ihre Plastiken sind auch im öffentlichen Raum zu sehen: Figuren für den Gebrüder Grimm-Märchenweg Dörrenbach/Pfalz, oder den Drachengarten Schweigen, eine Spielplatzgestaltung mit Jan Tepel. Für ihre Werke hat sie mehrere Förderungen und den Zonta-Preis Ludwigshafen 2010 erhalten.
Susanne Wadle betreibt seit 2003 ein Atelier mit naturnahem Waldgarten in Landau in der Pfalz. Dort entstehen viele ihrer phantasievollen außergewöhnlichen Werke, die sie auch in Ausstellungen wie 2019 im Kahnweiler-Haus Rockenhausen präsentiert. Ihre Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen wie der Landesbank Baden-Württemberg, dem Mittelrhein-Museum Koblenz, dem Kulturamt Landau, Kulturamt Mainz.
Sie führt seit 2002 Workshops wie "Die Reise geht weiter" und Fortbildungen in Schloss Rotenfels durch.